Starkes Bier, starke Worte, starke Teams – Zünftig war’s beim Starkbierfest!
Echinger High Society der Politik trifft sich mit den Echinger Bürgern und Vereinen beim Starkbierfest des Musikverein St. Andreas Eching zum Traditionellen „Derblecken“. Auch dieses Jahr wieder mit Günther Lammel als Bruder Musikus und seiner Fastenpredigt.

 

Anstich und Eröffnung des Starkbierfest

Es ist 19:30. Das Fass steht bereit, der Bürgermeister, mit ihm seine Frau, sowie Vorsitzende Maria Migge, Bruder Musikus und Michael Daschner . Ruhe kehrt im Saal ein, das Publikum wird begrüßt. Und dann ist es endlich soweit: mit Holzhammer, Zapfhahn und Brauereischürze bewaffnet eröffnet Bürgermeister Sebastian Thaler souverän den Bierausschank von unserem Starkbierfest.

Kleinbesetzung –so gut wie nie!

Dass man den Musikern des Musikvereins in Sachen Musik nichts vormachen braucht, wissen wir alle schon lange. Aber eine  Maria Wallner und ein Benedikt Migge am Mikrofon zweistimmig singend, ein vierfach besetzter Tenorhornsatz, Klarinettisten, die auch Saxophon spielen und die traditionelle bayerisch- böhmische Blasmusik in Kombination haben dieses Jahr nochmal alle Jahre zuvor geschlagen. Dass die Musiker und Dirigent Michael Werner sich seit Januar jede zweite Probe zur Hälfte mit dem Starkbierfestrepertoire auseinandergesetzt und fleißig geprobt hat, hört man deutlich. Mit neuen Stücken, Walzerrunden, Polka, Märschen und der klassischen Unterhaltungsmusik heizen die Musiker das Publikum und die Stimmung deutlich an!

Bayern Battle – Gaudi vorprogrammiert!

Fünf Teams, ein Ziel – gewinnen! In vier Disziplinen traten der Burschenverein Eching, der Burschenverein Günzenhausen, die Schützen Eching, das Kulturforum und die Landjugend Neufahrn gegeneinander an. In der ersten Disziplin „Bayernquiz“ wurde das Wissen der Traditionsvereine geprüft. Mit einer Vuvuzela (Plastikinstrument aus Südafrika ähnlich einer Fanfare) sollten die Vereine buzzern. Dies war schon die erste Hürde, wie man feststellen musste. Denn die Teilnehmer hatten Probleme aus der Vuvuzela einen halbwegs vernünftigen Ton herauszubringen.

Die zweite und viel schwerwiegendere Hürde allerdings, war das tatsächliche Wissen. Bei der zweiten Disziplin dem „Maßkrug-Stemmen“ durften gestandene Mannsbilder ihre Kraft unter Beweis stellen. Hierfür fanden sich fünf waschechte Bayern auf der Bühne ein. Die Spielemacher staunten nicht schlecht, als nach knapp 8 Minuten endlich der Sieger feststand. Gewonnen hat der Burschenverein Eching, der seinen 2. Vorstand Raphael Halfar ins Rennen geschickt hatte.

Mit der dritten Disziplin wurden taktisches Denken, Kraft und Schnelligkeit miteinander geprüft. Waagerechtes  Bierkastenstapeln stand auf dem Programm. Nicht nur die Kraft ist in dieser Disziplin wichtig, nein die richtige Technik ist von entscheidendem Vorteil. So hätte das Kulturforum mit Bürgermeister Sebastian Thaler im Team schon gar keinen schlechten Start gehabt. Leider wurde die Technik, die die Burschen Eching zuvor angewendet haben, leider nicht allzu genau analysiert, sonst hätte Bürgermeister Thaler mit seinem Team eventuell den entscheidenden Vorteil und somit den Sieg für sich verbuchen können.

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Luftballonspielchen

Die letzte und gleichzeitig lustigste Disziplin war das „Luftballonplatzen“. Hierbei wurden aufgeblasene Luftballons an brisanten Körperstellen befestigt. Aufgabe hierbei war: Lass die Luftballons platzen, benutze dafür nur deine Körpermitte, nicht die Extremitäten. Liebe Leser, da man dieses Spiel nur schwierig in Worte fassen kann, hier ein Bild zur
näheren Darstellung.

Sie sehen: Der Fun-Faktor war vorprogrammiert. Nicht nur die Teilnehmer hatten hierbei ihren Spaß, auch das Publikum musste bei diesem Spiel den einen oder anderen Lacher loslassen. Geschmunzelt hat bestimmt jeder. Fazit: Gewonnen hat der Burschenverein Eching, der schon die ganze Olympiade dominierte. Herzlichen Glückwunsch. Ob sich die Bayern-Olympiade bewährt hat und nächstes Jahr wieder das Programm mitgestalten wird, wird allerdings noch nicht verraten. Wir können gespannt sein.

 

Fastenpredigt

Unser Bruder Musikus war natürlich auch wieder ganz fleißig und sammelte Dies und Das aus dem Gemeinde- und Vereinsleben zusammen, um beim Derblecken eine gute Figur abgeben zu können. Hier die besten Sprüche aus Bruder  Musikus Fastenpredigt:

Dirigent Michael Werner hat Dirigat studiert mit Schwerpunkt Blasorchesterleitung, davor jedoch noch Schlagwerk und Klavier. Und er nützt jede Gelegenheit, auch mal selbst auf die Pauke zu hauen. Er ist sich auch nicht zu schade, die Pauken zu einem Auftritt selbst zu transportieren. „Bringt schon mal die Pauken zu meinem Auto“, heißt es dann. Letztes Jahr hat er sich ein neues Auto gekauft. In alter Gewohnheit sagte er seinen Spruch, die Musiker brachten die Pauken zum Auto. Aber, o weh, sie passten nicht rein. Ja, lieber Michael Werner, Augen auf bei der Autowahl! So etwas dürfte einem studierten Schlagzeuger nicht passieren!

Unser Jugendorchester wird ja nun von Benedikt Migge dirigiert. Mag sein, dass ihn sein Bart etwas älter erscheinen lässt und dass seine Mutter, die Maria Migge, unsere neue Vereinsvorsitzende, ob ihrer neuen Aufgabe so jugendlich frisch wirkt – auf jeden Fall wurde beim Standkonzert zur Eröffnung des Freisinger Volksfests die Maria als Gattin vom Benedikt begrüßt. Die Begeisterung über dieses Kompliment hielt sich bei der Maria allerdings in Grenzen, da der Sprecher zuvor unseren Musikverein St. Andreas als „Trachtenverein aus Eching“ vorgestellt hatte.

Bei den Fernsehaufnahmen von muenchen.tv über den Musikverein war auch der Bürgermeister im Bild. Man hat gemerkt, es macht ihm Freude, so mitten im Geschehen zu sitzen, zu dem man selbst nicht viel beizutragen braucht. Das hat sich dann bei anderen Gelegenheiten wiederholt, wo immer sich eine Fotokamera zeigte. Und so lacht einem schon fast täglich beim Frühstück ein Sebastian Thaler aus der Zeitung an. Leider war beim Herbstkonzert des Musikvereins das Fernsehen nicht dabei, sonst wäre unser Bürgermeister wohl erschienen.

Einem Gerücht zufolge bringt sich der Benedikt selbst das Klarinette-Spielen bei. Er beherrscht bereits Trompete und Flügelhorn. Posaune und Tenorhorn hat er auch schon erfolgreich versucht. Wenn er nun alle Instrumente selber spielt und dabei noch dirigiert, braucht er bald kein Orchester mehr.

Beim Interview für muenchen.tv hat dem Moderator Christopher Griebel am besten der Kühlschrank im Probenraum gefallen. Der Inhalt stammte noch von einer Bierverkostung nach der Probe eine Woche zuvor, denn sonst gibt’s im Probenraum selbstverständlich keinen Alkohol! ☺ ja klar … Als er mit Blick auf dessen kleine Trompete den Ferdinand Waldhier mit der Frage konfrontierte: „Bist du zufrieden mit dein’m Teil? Der neben dir hat a größere“, meinte dieser schlagfertig: „Na, die han ja eigentlich gleich groß, meine is bloß omoi mehr zammgfoitn.“

Danke und Frohe Ostern

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Gästen, Mitwirkenden, Helfern, Fastenpredigern, Musikern und Vereinen für unser gelungenes Starkbierfest bedanken und gleichzeitig ein frohes und erholsames Osterfest im Kreise der Liebsten wünschen.

Berichte in der Lokalzeitung